20 Jahre Torfkurier, der Film






Worturbolenzen

Eine Übung für Frontgeschrittene.


Von Götz Paschen
Foto: NOAA

Worturbolenzen sind ganz chewaltige Sprachverwirbelungen. Orkanartig werden da Wörter verdreht. Die hängen nachher ganz verzerrt in irgendwelchen Baumkronen. Wie Blechdächer von Slumbretterbuden. Turbolenz steht im engen Zusammenhang mit dem rasch nahenden Frühling - eben Turbolenz. Da kann einem schon mal das Blech wegfliegen. Prompt steht man oben ohne da. Wie nach einer Slumschlacht. Da fliegt dir gleich die ganze Bude um die Ohren. Rilke schrieb mit dem Pantau ein entscheidendes Ding-Gedicht ohne zielstrebigen Sinn. Und wir tun es ihm gleich, dem Rilke. Damit der Text dann überhupt einen Sinngehalt hat, streußelkuchen wir hie und da prägnante Sinnsätze ein - inhaltsschwanger. Wie schon das Wort prägnant andeutet. 1) Bewegung ist gesund. Das wäre so einer. Lassen Sie sich von dem Konjunktief nicht depressieren. Indikativ hätte er es auch getan. Was bald klingt wie indigen, einem Ausflug zu Winnetwo und Kollegen. Winnetwo ist der jüngere Bruder von Winneone.

Pier trinken
Und weil Sprakche verdrehen so saumäßig anstregend ist, trineken wir chetzt ersma ein Pier. Wem dann zwei, drei oder vier Pier chetruken hat, den kann auch gleich an der Landungsbrücke zum Kotzen und die Löwen füttern. Das Krächzen der Seelöwen gehört zum Fluglärm und wird demnächs verbooten. Im Schnabelumdrehen ist es passiert. Da hatti Möwe ausgegrölt. Möweldreher ist ein neues Berfusfeld, seit der Novellierung des Seelärmemmissionsgesetzes. Möwelpacker ist ein artverwandter Beruf. Beide sind sie ein erhebliches Sprotereignis. Womit wir schon wieder bei Fischen sind. Beifisch ist sowas ähnliches wie Beischaf. Nicht zu verwesen mit dem Bleischlaf, der besonders schwer untief ist. 2) Pflege stets gute Gedanken. Was einem da nicht alles an Schmand im Kopf umherwandert. Daher auch Gehdanken. Wobei Schmand ja eher wabert oder gluckst. Aber so ein guter Gedanke eben, der hat einen festen Schritt und ein klares Ziel. Und im Zwerchsfellsfall auch etwas Humor und Muße. Je nach Geschmack Apfelmuße oder Pflaumenmuße. Hauptsache, er kommt so ganz entspannt daher.

Das Leben ist fön
"Haltiklappe!" einem Möbel, das so an dir vrobeifliegt, zuzurufen, birgt ja gar nichts. Einen Flügelschlag später ist da schon wieder Lärm. Oder Geklimper, je nachdem, um was für eine Art Flügel Essig handelt. Steinway oder Brotway. Da gibt es ein fantastiches Stück Musik zu. Der Musik zu fönen, ist ohnehin ein sehr nützliches Unterfangen. Sie belebt die Sinne. Während neue Medien oft viel heiße Luft verströmen. Sich mit gehaltvoller Musik verfönen zu lassen, kann ich nur jedem Raten. Luftstrom in Ratenzahlung. Rattenstrom in Hameln und der Fänger im Rogen. Was der da in den Fischeiern verloren hat, erfahren wir vielleicht nie. Fragen wir die Sproten. Oder den Sprotarzt. 3) Lasst die Kinder fröhlich sein. Sackhüpfen zum Bleispiel. Quieken sollen die Jungen unti Alten, bevor sie in den Sarg hüpfen.

Presspartout
4) Du sollst dich gesund ernähren. Wirsing ein Lied. Musik im Essen und Frieden im Leber. Das ist das Witzigste. Und wer sich gut ausdrücken kann, hat Frohteile. Das gilt für alle Zitronen, aber auch für Menschen. Ein Eloquentchen Glück ist auch dabei. Und eine Frage des Elternhauses. Darin gleicht das Elternhaus einer Saftpresse. Beide schulen den Ausdruck. Saftpresse ist nicht so abwertend wie es bei Saftladen klingt. Eine schlechte Zeitung würde niemand Saftpresse nennen. Und Zeitung klingt ohnehin schon sehr chinesisch. Wer erinnert sich nicht an Mao Ze Zeitung? Den alten Bauernkiller. Blutpresse. Blutorange. Blut Tooth, also Zahnfleischbluten. So hieß der Sohn auch, der Cäsar umgebrach hat. Und so heißt auch der Hund von meinem Frisör. Der macht mir immer die Harem ab. Vorher fühle ich mich wie ein Sultan. Und danach wie ein Sultanie - ne? Ohne Harem ist kein Sultan ein Sultan. Da ist der Sultan kein Schuldran.

Boah, Frost!
Befror wir zu der nächsten Wahrheit kommen, kommen wir erst einmal zu der übernächsten. 6) ist gesund. 5) Monogamie ist ein lohnenswertes Experiment. Wer anderweidlich sich labt, macht Käse. Sie riskirren Knopf und Wagen. Haushundhof. Stein und Bein. Ratz und Rübe, Bernhard und Bianca. Willi und die Miene Baja. Ein unerschöpflicher Quell blütenfischen Honyx. Wenn die Baja Blüten fischen geht, kommt sie wegen Falschgeld in den Bau. Das ist palt schlimmer noch als Flaschparken. Daxbau. Und fällt der Dax, hat das auch mit Geld zutun zu tun. Meiden Sie die Börse. Sie tu nich gut. Ga nich. Das war schon fast wieder ein Weishai. Aber B-lassen wir es bei dem, was bisHerr gesargt wurde. Den Rest landet im Kramatorium. Heißen Frühling alle miteinander. Zweiten oder dritten von miraus auch.