20 Jahre Torfkurier, der Film






Fischisst

Hermann isst ihn.


Von Götz Paschen

Fotos: Göring – Nicola Perscheid, Fisch – Matt Pelletier

Wenn er den Fisch isst, wenn er frisch ist. Er?
Er ist Fisch. Ist du Fisch? Ist er isst. Fisch isst man nicht, den kaut man. Mann kaut Fisch. Er - Mann. Mann ist er.
Hermann kaut Fisch. Er ist Faschist.

Warum ein Faschist Fisch isst - oder ist. Es gab Faschisten, die waren Wassermänner. Oder Hermänner. Wie er ist, wenn er Fisch ist. Wie schön er aber auch ist, wenn er Fisch kaut. Er klaut Fisch und ist ihn. Kauen ist in.

Drum kaut er stundenlang Fisch. Es ist klar, dass er ohne Frist Fisch isst. Weniger klar ist, ob der Fisch ohne Frist ist. Viel­leicht isst er schon faul. Wie leicht ist Hermann faul zum Kau. Seither lutscht er Fisch.

Fisch lutscht man nicht, den kaut man. Hermann aber lutscht ihn. Er begehrt damit gegen die göttliche Ordnung auf, obwohl er Faschist ist.
Gehorche Hermann!
Tu kauen!

Hermann ändert seine Gesinnung, kaum aber sein Kauverhalten, das noch so isst, wie es ist. Nun lutscht er toleriert.

Wenn Hermann Fisch isst, tränen seine Augen. Er weiß um die Frist. Endzeitangst macht sich breit in seinem Magen neben dem Fisch und wird mitverdaut.

Wie schön, dass Hermann kein Fisch ist, sonst hieß es frisst, statt kaut. Und wer Fisch ist, der klaut oder kauft nicht. Hermann ist er. Mann ist er. Drum isst er, was da ist und möglichst schnell, weil Fisch mit Frist ist.

Wenn Hermann den Fisch vermisst, bevor er ihn isst, mit Zollstock, weil er Faschist war, was anders ist, seit er Fisch ist. Blub.
Wenn unser Mann Fisch vermisst, klaut mit List solange, bis er Fisch isst und das Vermissen vermisst. Und dann Fisch isst, bis er vergisst, was er ist und vielleicht Fisch ist.